Rigipsrechner – Wie viele Rigipsplatten brauche ich?

Fläche eingeben, „Jetzt berechnen“ klicken — fertig. Der Rechner kalkuliert die benötigte Menge Gipskartonplatten inklusive Verschnitt und Nebenmaterial, mit typischen Verbrauchswerten nach Herstellerangaben.

Selbst berechnen

Die Wandfläche wird daraus geschätzt (Wandhöhe 2,50 m, −10 % für Fenster und Türen). Exakter geht es im Modus „Genau berechnen".

Berechnungsgrundlagen
  • Wandhöhe: 2,50 m; Wandfläche abzüglich 10 % für Fenster und Türen
  • Plattenformat: 2000 × 1250 mm = 2,5 m² (GKB 12,5 mm)
  • 10 % Verschnitt; Spachtelmasse ca. 0,3 kg/m²

Alle Werte sind Richtwerte für die Einkaufsplanung — Herstellerangaben auf der Verpackung haben Vorrang. Wie wir rechnen, steht ausführlich unter So rechnen wir.

Wie viele Rigipsplatten brauche ich?

Die Rechnung läuft über die Plattenfläche: Wandfläche ÷ Plattengröße × 1,10. Der Rechner oben kalkuliert mit dem klassischen Großformat 2000 × 1250 mm (2,5 m²) und 10 % Verschnitt; wer mit Einmannplatten 2600 × 600 mm (1,56 m²) arbeitet — die realistische Wahl für Solo-Projekte und enge Treppenhäuser — teilt entsprechend. Wichtig vor dem Kauf: einlagig oder zweilagig? Doppelte Beplankung verdoppelt die Plattenzahl, bringt aber Schallschutz und Stabilität, die eine Lage nie erreicht.

Nicht nur Platten: das komplette Ständerwerk rechnen

PositionFaustwert je m² Wand
CW-Ständerprofile (Abstand 62,5 cm)≈ 2 lfm
UW-Anschlussprofile (Boden/Decke)≈ 0,7–0,8 lfm
Schnellbauschrauben (einlagig)≈ 15 Stück (25 mm)
Spachtelmasse mit Fugendeckstreifen≈ 0,3–0,5 kg
Mineralwolle in der WandWandfläche 1:1

Dazu Anschlussdichtband unter alle wandberührenden Profile und Dübel/Schrauben je 50–70 cm Profilanschluss. Bei zweilagiger Beplankung kommen längere Schrauben (35 mm) für die zweite Lage dazu.

Beispiel: Trennwand 4 × 2,6 m, beidseitig einlagig

Wandfläche je Seite 10,4 m², beide Seiten 20,8 m². Platten: 20,8 ÷ 1,56 × 1,1 = 15 Einmannplatten. Profile: ca. 21 lfm CW + 8 lfm UW. Schrauben: gut 300 Stück (eine 500er-Box). Spachtel: ein 10-kg-Gebinde reicht inklusive Fugendeckstreifen. Dämmung: 10,4 m² Trennwandplatte. Den kompletten Ablauf vom Anriss bis zur fertigen Fläche zeigt Trockenbauwand bauen — die Anleitung.

Plattentyp nach Raum

Standard-GKB (grau) für Wohnräume, imprägnierte GKBI (grün) für Bad und Küche, Feuerschutzplatten GKF wo Brandschutz gefordert ist, und Massivbauplatten für Wände, die Regale tragen sollen. Der Aufpreis der grünen Platte ist klein gegen den Schaden, den Duschfeuchte in grauen Platten anrichtet. Für Dachschrägen und Decken gelten kleinere Ständerabstände (40–50 cm) — der Plattenbedarf bleibt gleich, der Profilbedarf steigt um etwa ein Viertel.

Spachteln: das Finish entscheidet über die Optik

Gespachtelt wird in Qualitätsstufen: Q2 reicht unter Fliesen und Raufaser, Q3 für feine Tapeten, Q4 für Streiflicht und glatte Design-Wände — jede Stufe kostet mehr Masse und deutlich mehr Zeit. Was die Stufen praktisch bedeuten und wie man Ansätze schleift, steht in Spachteln: Qualitätsstufen Q1–Q4. Ob die Platte überhaupt die richtige Antwort ist oder klassischer Putz, klärt Verputzen oder Gipskarton? — die Putzmengen liefert der Putzrechner.

Reserve und Transport

Zwei Platten Reserve sind Standard: Kantenbrüche beim Transport passieren selbst Profis, und ein Fehlschnitt am Feierabend ist eingepreist. Großformatplatten passen in keinen Kombi — Einmannplatten schon (Rücksitze umlegen, 2,60 m Länge prüfen!) oder gleich die Baustoffhandel-Lieferung mit auf die Bestellung.

Schallschutz: die Wand ist so gut wie ihre Füllung

Eine leere Ständerwand ist eine Trommel. Erst die Hohlraumdämpfung (Trennwandplatte aus Mineralwolle, Fläche 1:1) und die entkoppelten Anschlüsse machen aus 12,5 mm Gips eine ruhige Wand: Anschlussdichtband unter allen boden-, wand- und deckenberührenden Profilen, keine starren Schraubverbindungen der Beplankung in fremde Bauteile. Der größte Sprung kommt von der zweiten Plattenlage mit versetzten Fugen — plus 10 dB sind realistisch. Wer ein Schlafzimmer von der Wohnküche trennt, plant deshalb von Anfang an zweilagig und mit vollflächiger Dämmung; nachrüsten heißt später: Wand wieder öffnen.

Installationen einplanen, bevor die zweite Seite zugeht

Der Moment zwischen „erste Seite beplankt" und „zweite Seite zu" ist das Zeitfenster für alles, was in die Wand soll: Leerrohre, Steckdosen (Hohlwanddosen, 68er-Bohrkrone), Wasserleitungen mit Traversen, Traglattungen für spätere Wandschränke oder das TV-Board. Jede vergessene Dose kostet später einen Flickenausschnitt. In die Mengenliste gehören daher Hohlwanddosen und ein Satz Traversen gleich mit — und ein Foto der offenen Wand vor dem Schließen erspart Jahre später das Rätselraten, wo die Leitung läuft.

Für Lasten gilt: Leichtes (Bilder, kleine Regale) trägt die Platte mit Hohlraumdübeln bis ~25 kg je Befestigungspunkt; alles Schwere — Hängeschränke, Waschbecken, TV-Arme — will in eingelegte Traversen oder direkt ins Ständerprofil. Die Position der Ständer nach dem Schließen findet der Magnet an den Schraubenreihen.

Häufige Fragen

Wie viele Platten für 20 m² Wand?

Einlagig: 15 Einmannplatten oder 9 Großformat. Zweilagig: das Doppelte plus die längeren Schrauben.

Welchen Ständerabstand muss ich einhalten?

62,5 cm bei 12,5-mm-Platten an Wänden — passend zum Plattenraster von 125/62,5 cm. An Decken und bei dünneren Platten enger.

Kann ich auf Rigips fliesen?

Ja — einlagig bis ca. 25 kg/m² Fliesengewicht, zweilagig mehr; im Nassbereich zwingend imprägnierte Platten plus Flächenabdichtung. Die Fliesenmengen dazu: Fliesenrechner.

Fertig berechnete Beispiele

Für typische Flächen haben wir das Ergebnis bereits ausgerechnet — ein Klick genügt:

Wohnzimmer

Schlafzimmer

Kinderzimmer

Küche

Bad

Flur

Büro

Keller

Dachgeschoss

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