Dämmungsrechner – Wie viel Dämmung brauche ich?

Fläche eingeben, „Jetzt berechnen“ klicken — fertig. Der Rechner kalkuliert die benötigte Menge Dämmplatten inklusive Verschnitt und Nebenmaterial, mit typischen Verbrauchswerten nach Herstellerangaben.

Selbst berechnen

Die Wandfläche wird daraus geschätzt (Wandhöhe 2,50 m, −10 % für Fenster und Türen). Exakter geht es im Modus „Genau berechnen".

Berechnungsgrundlagen
  • Wandhöhe: 2,50 m; Wandfläche abzüglich 10 % für Fenster und Türen
  • 5 % Verschnitt bei Plattenware
  • Dämmstoffdübel: 6 Stück pro m² (bei geklebter und gedübelter Montage)

Alle Werte sind Richtwerte für die Einkaufsplanung — Herstellerangaben auf der Verpackung haben Vorrang. Wie wir rechnen, steht ausführlich unter So rechnen wir.

Wie viel Dämmung brauche ich?

Für die Fläche gilt: Bauteilfläche × 1,05 kaufen — 5 % Verschnitt bei Plattenware, bei Klemmfilz zwischen Sparren eher Zuschnittsreserve. Der Rechner oben ergänzt die Dübelmenge (6 Stück/m² bei geklebt-gedübelter Fassade). Die eigentliche Entscheidungsgröße ist aber nicht die Fläche, sondern die Dicke — sie folgt aus dem Ziel-U-Wert des Bauteils und dem Lambda-Wert (Wärmeleitfähigkeit) des Dämmstoffs.

Dicke nach Ziel: die Kurzformel

Näherung für die Zusatzdämmung: Dicke ≈ Lambda × (1 ÷ U-Ziel − 1 ÷ U-Bestand). Praktisch übersetzt für Dämmstoff WLG 035: Dachschräge auf U ≈ 0,20 → 160–180 mm zwischen (plus ggf. unter) den Sparren; oberste Geschossdecke auf U ≈ 0,20 → ~180 mm liegend; Fassade im WDVS → 120–160 mm. Was U-Werte bedeuten und wie man den Bestand einschätzt, erklärt ohne Formelballast Der U-Wert einfach erklärt; die Dickenrechnung im Detail steht in Wie viel Dämmung berechnen.

Materialwahl: Rollenware, Platte oder Einblasung

DämmstoffTypischer EinsatzKaufeinheit
Klemmfilz (Mineralwolle)Zwischensparren, HolzständerRolle, z. B. 5–6 m² bei 160 mm
Mineralwolle-/HolzfaserplatteFassade, Aufsparren, GeschossdeckePaket nach m²
EPS (Styropor)WDVS-Fassade, KellerdeckePaket nach m²
Zellulose/EinblasdämmungHohlräume, oberste DeckeSackware nach kg — Fachbetrieb

Stärken, Schwächen, Brand- und Schallverhalten aller Kandidaten vergleicht Der große Dämmstoff-Vergleich — inklusive der Sonderregeln für alte Mineralwolle bei Sanierungen.

Beispiel: Dachschräge 45 m², Zwischensparrendämmung

45 m² Schräge, Sparnenanteil ~10 % → ca. 40 m² Gefachfläche. Klemmfilz 160 mm, Rolle à 5,5 m²: 8 Rollen (der Rechner setzt hier bewusst knapp an — Klemmfilz wird 1–2 cm über Gefachbreite geschnitten und verspannt sich verlustarm). Dazu Dampfbremse ~52 m² (Fläche × 1,15 für Überlappungen), Klebeband, Anschlusskleber und Konterlattung fürs Plattenkleid. Die Verlegeschritte samt Luftdichtheits-Details: Dach dämmen zwischen den Sparren und Dampfbremse richtig anbringen.

Die Dampfbremse ist Teil der Mengenliste

Innenseitige Dämmung ohne luftdichte Ebene ist ein Bauschaden mit Ansage: Warme Raumluft kondensiert sonst in der kalten Dämmschicht. Deshalb gehören Folie, Systemklebeband (ca. 1 Rolle je 25 lfm Stoß) und Anschlusskleber für Wand- und Sparrenanschlüsse fest auf denselben Einkaufszettel wie die Wolle — fehlt eine Position, steht die Baustelle am Sonntag.

Förderung und Steuer im Blick behalten

Dämmmaßnahmen sind förderfähig (BAFA-Zuschuss oder Steuerbonus für energetische Sanierung) — aber Förderung und Handwerkerkosten-Steuerbonus schließen sich für dieselbe Leistung gegenseitig aus, und Eigenleistung fördert nur das Material über die energetische Steuerabschreibung. Vor großen Flächen lohnt der Vergleich beider Wege mit aktuellen Konditionen.

Kellerdecke: der einfachste Einstieg mit schnellem Effekt

Wer noch nie gedämmt hat, beginnt unten: Dämmplatten (EPS, Mineralwolle oder Holzfaser, 80–120 mm) werden von unten an die Kellerdecke geklebt und/oder gedübelt — keine Dampfbremse nötig, kein Gerüst, kaltes Bier in Reichweite. Die Mengenrechnung ist die einfachste des ganzen Gewerks: Deckenfläche × 1,05 plus Klebeschaum oder Klebemörtel (~1 Dose je 8–10 m² bzw. 4–5 kg/m²) und ggf. 4–6 Dübel/m² bei schweren Platten. Der Effekt: spürbar wärmere Fußböden im Erdgeschoss ab dem ersten Winter — bei einem Materialeinsatz, der meist unter dem einer einzigen Heizkostennachzahlung liegt.

Wärmebrücken: wo die schöne Rechnung kippt

Die Dämmwirkung der Fläche ruiniert sich an den Rändern: durchlaufende Sparren, ungedämmte Fensterlaibungen, Rollladenkästen, die Betondecke, die in den Balkon durchbindet. Deshalb gehören zur Mengenliste auch die Kleinformate — Laibungsplatten (20–30 mm), Stopfwolle für Anschlussfugen, vorkomprimierte Dichtbänder. Als Faustregel: 10 % des Budgets in Anschlüsse und Details investiert bringen mehr als 2 cm zusätzliche Flächendicke — und verhindern die Schimmelecken, die entstehen, wenn die warme Fläche auf kalte Ränder trifft.

Reihenfolge-Tipp für Etappen-Sanierer: erst Luftdichtheit und Dach/oberste Decke, dann Kellerdecke, zuletzt die Fassade — so folgt jeder Schritt dem besten Verhältnis aus Aufwand und eingesparter Kilowattstunde, und kein früher Schritt muss für einen späteren wieder geöffnet werden.

Häufige Fragen

Wie viele Rollen für 60 m² Dach?

Bei 160-mm-Klemmfilz und 5,5-m²-Rollen: ca. 10 Rollen fürs Gefach — plus Dampfbremse ~70 m² und Zubehör.

Reichen 100 mm Dämmung?

Als Alleinlösung fürs Dach: nein — damit bleibt der U-Wert deutlich über heutigen Zielwerten. 100 mm taugen als Ergänzungslage (Untersparren) oder für die Kellerdecke.

Kann ich zwei dünne Lagen kreuzweise legen?

Ja, sogar vorteilhaft: Kreuzlagen überdecken Fugen und Wärmebrücken. Die Dicken addieren sich; die Dampfbremse liegt immer raumseitig der Gesamtkonstruktion.

Fertig berechnete Beispiele

Für typische Flächen haben wir das Ergebnis bereits ausgerechnet — ein Klick genügt:

Wohnzimmer

Schlafzimmer

Kinderzimmer

Küche

Bad

Flur

Büro

Keller

Dachgeschoss

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